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Herzkolumen Mai 2017

Selbsterfahrung – Transpersonales Atmen

 

Die letzten 5 Tage habe ich mich ganz meiner eigenen inneren Arbeit gewidmet. Es war bewegend, aufregend, bereichernd, und voller Freude die Gruppe kennenzulernen, die nun für 4 Jahre gemeinsam am eigenen Bewusstwerden und Verarbeiten von Traumen aller Tiefen – und das mit voller Atemkraft voran – forschen werden. Ich bin sehr glücklich, Teil dieser Gruppe zu sein, mein Bewusstsein zu erweitern und all die in Vergessenheit geratenen Erfahrungen aufzudecken. Manche davon zu feiern, andere mit vollem Ausdruck zu verabschieden.

 

Ich sitze im Kreis dieser Menschen an einem Ort, wo seit 25 Jahren veränderte Bewusstseinszustände erlebt und erfahren werden. Nach ein paar einleitenden Worten von Sylvester Walch, der uns durch diese Jahre begleiten wird, beginnt sich der erste Teilnehmer vorzustellen. Die Gesichter auf der Fensterseite sind für mich kaum zu erkennen. Ich höre also nur eine Stimme, die sich mit dem Namen Karsten vorstellt. Vertrautheit taucht in mir auf. Gleich gefolgt von Aufregung. Wir kennen uns schon sehr lange. Karsten war meine Jugendliebe. Es ist mir sofort klar, die Reise zur Heilung meiner Beziehung zu mir geht nun bis tief an die Wurzel. Erinnerungen schießen wie Gedankenblitze durch meinen Kopf. Das Verbot meiner Mutter, den Mann meiner Jugendträume nicht mehr sehen zu dürfen, da ich immer mit juckenden Hautreizungen im Gesicht nach Hause kam, löst Traurigkeit in mir aus. Es war damals nicht der Bart, nicht das Waschmittel, es waren meine überschwappenden Gefühle an Liebe, die nicht wussten wo sie ihren Ausdruck finden konnten. Die Gefühle zur Männlichkeit fehlten mir. Diese hatte ich nie entwickelt, da mein Vater in meiner Kindheit kaum eine positive Präsenz hatte. Zu diesem Zeitpunkt schwappten nicht nur meine Gefühle der Liebe über, auch die Disharmonie zwischen Mann und Frau meiner Ahnenlinie begannen nun ihren Ausdruck in meinem Leben zu finden. Es war der Beginn eine Prägung zu leben, die mich meist in Beziehungen zu Männern führte, die mehr Distanz als Nähe zuließen. In meiner Kindheit erinnere ich mich an viel Hass zwischen meinen Eltern. Da ich meinen Vater kaum gesehen habe, erlebte ich hauptsächlich die Ablehnung von Männern von der mütterlichen Seite. Bis heute finde ich mich immer wieder im „Gegen“ mit der Männlichkeit. Ich fand einen Weg in mir, den männlichen, aktiven Teil so zu stärken, dass scheinbar jeder Mann überflüssig wurde. Eine starke Frau entwickelte sich daraus, die selbst die Frau in sich nicht mehr sehen konnte. Dies geschah mit allen Frauen in meiner Ahnenlinie. Bei den holotropen Atemerfahrungen im Herbst durfte ich Einblick in diese tiefen Verletzungen der Frauen in meiner Ahnenlinie bekommen. Vergebung, Verständnis und Achtung für meine weibliche Ahnenlinie wurde so geweckt.

 

Freudig begrüßen sich Karsten und ich. Das Verbot liegt lange zurück, doch ich merke, es wirkt noch immer auf mich. Ich spüre eine Blockierung in mir auf ihn zuzugehen, habe das Gefühl etwas Verbotenes zu tun.

 

Schon bei der Vorstellungsrunde weiß ich auch, wer mein Partner bei der ersten Atemsitzung sein wird. Als ein anderer Teilnehmer von sich erzählt, spüre ich seine Liebe zu Peru, und ein Band zwischen uns, welches Transformation bewirken kann, zeigte sich mir innerlich. So bitte ich ihn bei der Partnerwahl, mein Sitter für die holotrope Atemsitzung zu sein.

 

Obwohl eine Verbundenheit da war, beginnt das Lebenstheater sich sofort zu wenden. Wir sollen vorab miteinander reden, welche Bedürfnisse jeder einzelne bei der Atemsitzung hat, und ich bin wohl die einzige von allen Teilnehmern, die nach der Pause ihren Partner nicht mehr findet. Dieser taucht kurz vor der Atemsitzung auf, meint es gibt bei ihm eh nicht viel vorab zu wissen, nach meinen Bedürfnissen wird erst gar nicht gefragt, und schon finden wir uns im Seminarraum wieder, wo ich zuerst die Sitterin für ihn bin. Er umarmt alle Menschen rund um, nur mit mir geht er keine Verbindung mehr ein. Ich fühle mich überflüssig. Während der Sitzung habe ich nicht viel zu tun, und die Körperarbeit, wo Spannungen durch Druck und Gegendruck in der Tiefe gelöst werden, will er von einem Mann bekommen. Somit ist selbst meine Shiatsu Qualität nicht gewünscht. Traurigkeit steigt wieder auf. Ich erkenne, das Ganze ist meine subjektive Empfindung und Vorbereitung auf den Transformationsprozess. Es lockert meinen Verstand auf und lässt die Gefühlsebene in den Vordergrund treten. Den Teil von mir, der gerne vom Denken und Planen überdeckt wird wenn es um Beziehung geht.

 

Es ist Nachmittag, ich bin aufgeregt, meine eigene Atemsitzung steht bevor. Mein Sitter bleibt in der für mich nicht mehr zugänglichen Haltung. Kurz kann ich ihm noch über meine wichtigsten Bedürfnisse informieren, dann geht er schon weg um den anderen Menschen im Raum eine gute Erfahrung zu wünschen. Ich finde mich im Fühlen der bekannten Einsamkeit. Ich versuche mich zu sammeln und beobachte die Situation. Das Atmen beginnt. Ich atme so lange bis mein Körper in tiefe Trance fällt, das Atmen von alleine weiterläuft. Ich schreie, schüttle mich, werfe mich hin und her, … Schmerzen werden sichtbar. Die Wirbelsäule ist spürbar verspannt, verrückt. Schon lange begleitet mich das auf meinem Weg. Da steht einer meiner inneren Lehrer mit einem riesigen gebogenen Schnabel vor mir und meint, es ist nicht die Wirbelsäule, es ist mein Herz, welches nun von einem Dämon befreit wird. Ich wehre mich, denn der Dämon war Teil von mir, dieser Schmerz war vertraut. Stunden des Atmens vergehen und ich kann nicht von der Matte auf der ich liege abheben in die Astralwelten. Ich erlebe eine Aura-Operation. Mit dem Schnabel wird alles aus mir heraus gerissen was im Brustkorb dunkel verborgen liegt. Danach werfe ich eine Decke über meinen Körper und rolle mich in Embryonalstellung ein. Die Luft ist heiß unter der Decke, mein Körper auch. Plötzlich erinnere ich mich an den Mutterleib. Ich fühle Geborgenheit. Etwas wiegt mich hin und her. Eine Stimme berührt sanft meine Seele. Es ist die mütterliche Liebe, die ich gerade erlebe. Ich schwenke in diesem Gefühl, bade darin, genieße die Bewusstheit geliebt zu sein, es so richtig spüren zu können. Meine Reise geht weiter, jedoch nicht über den Geburtskanal ins Leben, sondern als Funke ins Lichtermeer. Dort treffe ich auch den Funken, der meine Mutter ist. Sehe, wie gleich wir sind. Sehe, was sie mir für eine Erfahrung schenkt. Die Liebe erfüllt mich. Lauter Funken glitzern und strahlen. Kein Funke würde auf die Idee kommen, einem anderen Funken etwas anzutun. Alles ist friedlich, sich gegenseitig liebend. Ich erfreue mich an diesem wundervollen Erlebnis des Eins-Seins, verbunden sein mit allem was ist. Glückselig kehre ich zurück mit meinem Bewusstsein in den Seminarraum. Schaue unter der Decke hervor. Sehe meinen Sitter mich liebevoll anlächeln. Die Verbindung ist wieder spürbar. Ich bitte ihn, seine Hände auf meinen Rücken zu legen um noch etwas Wärme nach der inneren Arbeit zu spüren. Ich erlaube mir verwöhnt zu werden und anzunehmen. Nach einiger Zeit bitte ich ihn innerlich um eine Berührung mit etwas Druck. Das Gedankenband funktioniert, ich finde mich wieder in einer herrlich sanften Massage, die nie hätte enden können. Dankbar schließe ich die Atemsitzung mit einer Zeichnung bei Kerzenlicht ab. Beim Abendessen erfahre ich viel von seiner Geschichte und seinen Erfahrungen und bin dankbar für die Rolle, die er für mich eingenommen hatte.

 

 

Auch den Partner für die zweite Atemsitzung sehe ich innerlich schon vorab. Begegne dem Strahlen seiner Augen und schon geht es weiter mit meiner Reise. Diesmal bitte ich, als erstes meine Erfahrung zu machen.

 

Die Musik beginnt langsam. Ich lasse mich diesmal darauf ein und schließe mich dem Rhythmus mit langen Atemzügen an. Es folgt immer schnellere Musik und auch mein Atem beschleunigt sich hinein in die Tiefentrance.

 

Ich finde mich innerlich im Wald wieder wo ich kurz vor der Sitzung einen Spaziergang machte und barfuß durch den moosbedeckten Wald federte. Durch einen Lichtstrahl erhellt, zieht es mich an eine bestimmte Stelle. Dort liege ich im weichen Moos. Die Krafttiere sind präsent. Adler, Falke und Eule fliegen hoch über den Baumkronen. Ein neues Tier zeigt sich ganz nah. Ein Widder schaut mich mit seinen übergossen Augen an. Im Hintergrund fliegt ein Delphin mit rosa Aura durch meinen Sichtbereich. Mein ganzer Körper schüttelt sich vor Lachen. Die Szene bleibt in meiner Vision und so auch das Lachen. Ich atme die ganze Zeit weiter. Die Arme und Beine krampfen. Besonders schmerzhaft wirkt sich eine Verspannung im Fuß aus. Der Widder tritt mir immer wieder darauf. Schreie schallen durch den Raum, gefolgt von Lachen, denn der Widder meint es gut mit mir und seine lustigen Glubschaugen bringen mich erneut zum Lachen. Der Krampf im Fuß löst sich.

 

Innerlich bekomme ich die Anweisung, ruhiger zu werden beim Atmen. Den Körper nicht so stark mitschwingen zu lassen. Der Hirsch taucht von rechts auf und schaut über meinen Körper. Das Reh schmiegt sich von links an meine Brust. Meine Aufmerksamkeit geht zum Kopf, wo der Puma mein Gesicht ableckt. Weniger angenehm, denke ich mir. Plötzlich entdecke ich eine schwarze Schlange, die aus meinem Scheitel heraus ragt. Die Schlange kenne ich nicht. Der Widder blickt mir wieder tief in die Augen. Meine Aufmerksamkeit geht nach unten. Zwischen meinen Beinen sehe ich eine weiße Schlange, die sich auf den Weg macht, über mein Wurzelchakra in mich einzudringen. Ich bin aufgeregt, etwas unsicher, ob ich das zulassen soll. Doch es fühlt sich gut an, der erste Kontakt mit der weißen Schlange. Sie ringelt sich sehr langsam von Chakra zu Chakra um die schwarze Schlange herum. Die Musik scheint abgestimmt auf meinen Prozess zu sein. Bei jedem Chakra gibt es auch eine Betonung in der Musik. Beim Herzzentrum rückt die Schlange dieses in die Mitte. Beim Kehlkopfchakra öffnet sich die Enge. Beim dritten Auge erlebe ich eine sehr hohe Schwingung. Beide Schlangen beginnen miteinander zu vibrieren, zu tanzen, bis die Köpfe sich über meinem Kronenchakra begegnen. Die Blicke treffen sich – eine Explosion findet statt. Die Energie schießt nach oben und öffnet sich wie ein Hurrikan. Es kribbelt durch meinen ganzen Körper hindurch. Ich genieße die Schwingung, die wohlige Empfindung, die durch mich hindurch strömt. Mein Verstand malt sich aus, dass nun durch die weiße Schlange die weibliche Kraft zu mir zurück gekehrt ist. Etwas später erfahre ich jedoch etwas mehr dazu. Maria Magdalena und Jesus erscheinen in meiner Vision. Beide sind mir vertraut. Heut erlebe ich sie gemeinsam, wie sie ihre Energie anheben durch die Vereinigung von weiblicher und männlicher Kraft, in für mich ganz neuer Art und Weise.

 

 

Meine innere Führung schickt mich am Abend zu einer anderen Seminarteilnehmerin. Ich erzähle ihr von meiner Erfahrung. Sie erklärt mir, dass die schwarze Schlange die weibliche Kraft ist. Da ich ja auch eine Frau bin ist es klar, dass diese bereits in mir ist. Die weiße Schlange steht für das Spirituelle, Männliche. Ich erlebte die Hochzeit der Schlangen.

 

Der absolut super positive Nebeneffekt dieser Atemsitzung ist, dass meine Halswirbel zurück an ihre Position finden und ich nun meinen Kopf ohne Spannung nach links und rechts bewegen kann. Freudig nehme ich dieses Geschenk an. Freudig nehme ich auch die Erkenntnisse an. Liebevoll wird mein Körper seitdem mit einer neuen Schwingung versorgt.

 

Mein Geist ist seit Tagen klar und ausgerichtet. Sehend wohin welche Gedanken mich führen, nütze ich diesen sehr bewussten Zustand um meinen Weg weiter auszurichten.

 

Ich freu mich auf die nächste Begegnung mit dieser so wundervollen Gruppe im Herbst. Aus tiefstem Herzen kann ich dir empfehlen, durch den Atem in die Verbindung zu dir zu gehen um die tief verborgenen Aspekte deines Wesens zu entdecken.

 

20. – 21. Mai 2017 ist der nächste Termin für
Transpersonales Atmen in Grünbach am Schneeberg!
Ich freu mich auf dich!

 

Alles Liebe,
Anna

 

 

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